Transidentität
Medizinische Begleitung ab 15/16 Jahren.

Transidentität medizinisch und respektvoll begleitet.
Hormonelle Einstellung mit Kontrolle.
Beratung, OP-Vorbereitung und Nachbetreuung.
In der Ordination von Univ.-Prof. Dr. Franz Fischl erfolgt die medizinische Betreuung von transidenten Jugendlichen ab dem 15./16. Lebensjahr und von Erwachsenen. Begleitet werden transidente Menschen auf dem Weg von Frau zu Mann ebenso wie von Mann zu Frau.
Dr. Fischl stellt transidente Patientinnen und Patienten beider Richtungen hormonell ein, kontrolliert regelmäßig die Einstellung, berät zu den weiteren medizinischen Schritten, bereitet geschlechtsangleichende Operationen vor und übernimmt, wenn erforderlich, auch die operative Nachbetreuung.
Im Mittelpunkt steht eine ruhige, respektvolle und fachlich fundierte Einordnung. Medizinische Entscheidungen werden nicht schematisch getroffen, sondern anhand der individuellen Situation, der vorhandenen Befunde und den jeweils notwendigen interdisziplinären Stellungnahmen.

Fachlicher Hintergrund
Wissenschaftliche Grundlage und klinische Erfahrung
Dr. Fischl widmet sich dem Thema Transidentität auch wissenschaftlich – unter anderem mit dem Buch Transsexualität, Transidentität und Intersexualität, internationalen Beiträgen und langjähriger klinischer Erfahrung.
Was die Betreuung umfasst
Ausführliches Erstgespräch und medizinische Anamnese
Betreuung von Frau zu Mann und von Mann zu Frau
Hormonelle Diagnostik und Laborkontrollen
Einstellung einer feminisierenden oder maskulinisierenden Hormontherapie
Regelmäßige Kontrolle der Hormonwerte und der körperlichen Entwicklung
Beratung zu Feminisierung bzw. Virilisierung
Vorbereitung geschlechtsangleichender Operationen, wenn diese geplant sind
Operative Nachbetreuung, wenn erforderlich
Abstimmung mit Psychiatrie, Psychologie, Psychotherapie und weiteren Fachbereichen
Feminisierung bzw. Virilisierung
Ziele der gegengeschlechtlichen Hormontherapie
Ziel der gegengeschlechtlichen Hormontherapie ist die Erreichung einer Feminisierung beziehungsweise Virilisierung im Aussehen und zum Teil auch in der Psyche. Art, Dosierung und Verlauf werden individuell festgelegt und medizinisch kontrolliert.
Nach den österreichischen Empfehlungen für den Behandlungsprozess bei Geschlechtsdysphorie von Kindern und Jugendlichen wird eine geschlechtsangleichende Hormontherapie üblicherweise ab etwa dem 16. Lebensjahr empfohlen. Die konkrete Indikation erfolgt individuell, sorgfältig und interdisziplinär.
Von Frau zu Mann und von Mann zu Frau
Maskulinisierende Therapie
Medizinische Begleitung einer Virilisierung, etwa durch Testosterontherapie, mit regelmäßiger Kontrolle der Laborwerte und des klinischen Verlaufs.
Feminisierende Therapie
Medizinische Begleitung einer Feminisierung, etwa durch Östrogene und weitere individuell abgestimmte Maßnahmen, mit engmaschiger Kontrolle.
Begriffe und Einordnung
Im medizinischen und gesellschaftlichen Sprachgebrauch wurden und werden unterschiedliche Begriffe verwendet. Ältere oder verwandte Bezeichnungen sind unter anderem:
Klassifikation und Belastung ernst nehmen
Nach den heute verwendeten Klassifikationsschemata wird Transidentität im Zusammenhang mit Geschlechtsdysphorie beschrieben, früher auch Geschlechtsidentitätsstörung genannt. Die Störungen der Geschlechtsidentität reichen von leichter Unzufriedenheit bis zu schwersten Formen mit der eigenen Geschlechtszugehörigkeit.
Das biologische Geschlecht kann als „Irrtum der Natur“ empfunden werden. Daraus können innere Zerrissenheit, depressive Verstimmungen, Affektlabilität und auch suizidale Gefährdung entstehen. Soziale Ausgrenzung, Unverständnis in Familie und sozialem Umfeld sowie Belastungen im Berufsleben können diese Situation zusätzlich verstärken.
Selbstdiagnose und Einordnung
Transidentität ist primär immer eine Selbstdiagnose. Es gibt keine einzelnen objektiven Kriterien, welche die Irreversibilität einer Transidentität eindeutig nachweisen können.
Diagnostischer Prozess
Daher werden über einen Zeitraum von etwa einem Jahr diagnostische und therapeutische Prozesse empfohlen, mit Stellungnahmen durch Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie sowie einer etwa einjährigen Habituationsphase, früher Alltagstest oder „real life“ Test genannt.
Operative Schritte
Transaffirmative (geschlechtsangleichende) Operationen sind eigene medizinische Schritte. Nach den österreichischen Empfehlungen werden genital angleichende Operationen erst ab dem 18. Lebensjahr vorgesehen. Eine Ausnahme ist die subkutane Mastektomie (Brustentfernung); sie wird im Einzelfall sorgfältig abgeklärt und kann ab dem 16. Lebensjahr erfolgen.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Fachbuch
Broschüre zu Transsexualität, Transidentität und Intersexualität
Symposium
Internationales Symposium zu Transidentität in Wien
Praxis
Klinische Erfahrung in der medizinischen Begleitung in beiden Richtungen
„Der Weg zu sich selbst beginnt mit einem Gespräch, das ohne Vorurteile geführt wird."
Univ.-Prof. Dr. Franz Fischl
Häufige Fragen zu Transidentität & Hormontherapie
Wen begleitet Univ.-Prof. Dr. Franz Fischl bei Transidentität?
Univ.-Prof. Dr. Franz Fischl begleitet transidente Jugendliche ab dem 15./16. Lebensjahr und Erwachsene. Die Betreuung umfasst Menschen auf dem Weg von Frau zu Mann ebenso wie von Mann zu Frau.
Was umfasst die hormonelle Begleitung?
Die Betreuung umfasst Beratung, hormonelle Einstellung, regelmäßige Kontrollen, Laborkontrollen und die Anpassung der Therapie. Bei Bedarf werden auch Vorbereitung und Nachbetreuung geschlechtsangleichender Operationen besprochen.
Welche Unterlagen sind für den ersten Termin sinnvoll?
Hilfreich sind vorhandene ärztliche Befunde, aktuelle Medikamente und, wenn bereits vorhanden, Stellungnahmen aus Psychiatrie, Psychologie oder Psychotherapie. Was konkret erforderlich ist, wird im persönlichen Gespräch geklärt.
Ist Transidentität eine reine Selbstdiagnose?
Transidentität ist primär eine Selbstdiagnose; einzelne objektive Kriterien, die die Irreversibilität einer Transidentität eindeutig nachweisen, gibt es nicht. Deshalb werden diagnostische und therapeutische Prozesse sowie Stellungnahmen aus Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie einbezogen.
Werden auch operative Schritte begleitet?
Ja. Dr. Fischl berät zu möglichen geschlechtsangleichenden Operationen, bereitet diese medizinisch mit vor und übernimmt bei Bedarf auch die operative Nachbetreuung in Abstimmung mit den beteiligten Fachärztinnen und Fachärzten.
