Prof. Dr. Fischl – Ihr Gynäkologe in Wien

Als erfahrener Gynäkologe nimmt Prof. Dr. Fischl in Wien sich gerne die Zeit für eine ausführliche Verhütungs- und Sexualberatung.

Gerne bieten wir Ihnen einen ersten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten zur Empfängnisverhütung. Das persönliche Gespräch mit Ihrem Facharzt kann jedoch nicht ersetzt werden. Gynäkologe Prof. Dr. Fischl in Wien ist Ihr Spezialist auf dem breitgefächerten Gebiet der Hormone.

Die Präparate:

Bei Fragen können Sie uns gerne anrufen oder mailen. Wir vereinbaren mit Ihnen zeitnah einen Termin in unserer Ordination in Wien.

Die Pille

Auch nach 50 Jahren Pille ist diese nach wie vor das am häufigsten verwendete hormonelle Verhütungsmittel. Unter regelmäßigen gynäkologischen Kontrollen, ist nichts gegen eine Langzeiteinnahme der Pille einzuwenden. Um Nebenwirkungen möglichst gering zu halten, richtet Ihr Gynäkologe Prof. Dr. Franz Fischl die Pillenverschreibung nach anamnestischen und klinischen Daten aus. Die breite Palette der Ein- und Mehrphasen-Kombinations-Präparate mit verschiedenen Gestagenen und Hormondosen – es stehen über 40 Präparate in Österreich zur Verfügung – wir dabei gezielt angewendet.

Pillen mit 17ß-Estradiol

Derzeit sind zwei Präparate mit natürlichem 17ß-Estradiol am Markt. Beide zeichnen sich durch hohe kontrazeptive Sicherheit, akzeptable Zyklusstabilität und schwächere Menstruation aus.

Minipille

Die Minipille ist eine reine Gestagenpille, die durchgehend ohne Pause eingenommen wird. Nach neueren Erkenntnissen ist sie bei regelmäßiger Einnahme, den Kombinationspräparaten in der Sicherheit ebenbürtig. Relativ häufig kann es zu Zwischen- und Schmierblutungen kommen, da ihre Wirkung nicht primär auf die Unterdrückung der Ovulation ausgerichtet ist, sondern im Wesentlichen das Zervikalsekret in dem Sinne verändert, dass es für die Spermien unpassierbar wird. Sie eignen sich speziell auch für medizinische Indikationen, wie zum Beispiel bei einer Kontraindikation für eine Estrogengabe wegen eines erhöhten Thromboserisikos.

Nuva Ring®

Der weiche, biegsame, dünne und transparente Kunststoffring aus Evatane hat einen Durchmesser von 54 Millimetern und eine Dicke von vier Millimetern mit einem hormonhaltigen Kern. Eine umgebende Evatane Membran kontrolliert die Hormonfreisetzung aus dem Ring. Durch die intravaginale Applikation kann die Hormondosis gering gehalten werden. Sollte der Ring einmal stören, kann er während des Geschlechtsverkehrs bis maximal drei Stunden herausgenommen werden, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Die geringe Östrogenbelastung bewirkt, dass Hautveränderungen, Übelkeit oder Brustspannen weniger häufig zu erwarten sind als bei oralen Kontrazeptiva. Weiters ist bei der Anwendung dieses Ringes keine Zunahme des Gewichts zu befürchten.

Verhütungspflaster (EVRA®)

Mit EVRA®, dem weltweit ersten Pflaster zur Kontrazeption, steht Frauen eine weitere hormonelle Verhütungsmöglichkeit zur Verfügung. Nach insgesamt drei Wochen Tragedauer ist die vierte Woche pflasterfrei. In dieser Woche kommt es zur Entzugsblutung. EVRA® bietet im Wesentlichen die gleiche Sicherheit wie die oralen hormonellen Kontrazeptiva. Das Wirkprinzip von EVRA® entspricht dem monophasischer Pillen. Gastrointestinale Störungen oder Erkrankungen wie beispielsweise Erbrechen, Durchfall oder Zöliakie haben keinen Einfluss auf die kontrazeptive Wirksamkeit von EVRA®. Auch Arzneimittelinteraktionen sind durch die Umgehung des Gastrointestinal-Traktes seltener als bei Pillen. EVRA® ist im Allgemeinen gut verträglich und erlaubt eine gute Zykluskontrolle. Die Art und Häufigkeit von Nebenwirkungen sind mit denen von Pillen vergleichbar. Durch die transdermale Applikation kann es zu Hautirritationen kommen.

Dreimonatsspritze – Sayana und Depocon

Die Verabreichung von Medroxyprogesteronacetat (MPA) erfolgt alle drei Monate (maximal 13 Wochen) subcutan in die Vorderseite des Oberschenkels oder in den Bauch. Auf Grund seiner chemischen Struktur entwickelt das MPA eine dem natürlichen Progesteron ähnliche pharmakologische und biologische Aktivität.

Um eine Schwangerschaft auszuschließen, aber auch um Zwischenblutungen in den Folgemonaten zu vermeiden, sollte MPA erstmals während der ersten fünf Tage einer Menstruation verabreicht werden. Unmittelbar nach initialer Verabreichung von MPA werden ein hoher Blutspiegel und damit die sofortige kontrazeptive Wirkung erreicht. Nach einer Geburt kann das Präparat auch unter Stillen bereits sechs Wochen danach, nach Abstillen bereits fünf Tage nach der Geburt verabreicht werden. Bei vielen Anwenderinnen kommt es nach Verabreichung von MPA-Präparaten letztendlich zum Ausbleiben der Blutung, was von vielen Frauen als nicht unerwünscht angesehen wird.

Mirena® (Hormonspirale)

Die Hormonspirale Mirena® ist ein sogenanntes intrauterines Hormonsystem mit dem Gestagen Levonorgestrel. Die Form entspricht einer Kupferspirale, wobei sich im vertikalen Schenkel ein Hormonzylinder befindet. Das in der Gebärmutterhöhle freigesetzte Gestagen führt unter anderem zu einem verminderten Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, sodass bereits nach ein bis drei Monaten mit einer deutlichen Verminderung der Blutungsstärke zu rechnen ist. In etwa 20 bis 25 Prozent der Fälle kommt es nach einem Jahr zu einer Amenorrhoe (Ausbleiben der Blutung), ohne dass aber die Eierstockfunktion beeinträchtigt ist. Da die Spirale nur lokal auf die Gebärmutterschleimhaut wirkt, kann sie sogar während der Stillzeit eingelegt werden. Dieses intrauterine Hormonsystem gilt daher als sehr sicheres Langzeitkontrazeptivum, speziell auch für Problemfälle und nach Abschluss des Kinderwunsches.

Implanon®

Das erste hormonelle Einzelstäbchen Implantat ermöglicht Empfängnisverhütung über drei Jahre und ergänzt damit das Spektrum der Langzeitverhütungsmittel. Bei lmplanon® handelt es sich um ein kleines, flexibles Kunststoffstäbchen, das als Hormon ein Gestagen enthält. Das silikonfreie Einzelstäbchen Implantat wird unter die Haut (subkutan) an der Innenseite des Oberarmes eingesetzt, präferentiell auf der weniger beanspruchten Seite. Das Setzen erfolgt mittels eines speziellen Applikators. Selten wurde Akne, sowie eine stärkere Gewichtszunahme über drei Jahre als Nebenwirkungen beobachtet. Wie bei anderen, rein gestagenhaltigen Verhütungsmittel kann es bei der Verwendung des Implantates zu einem veränderten Blutungsverhalten bis hin zum Ausbleiben der Blutung kommen. Als Kontraindikationen gelten Thrombosen, schwere Lebererkrankungen, ungeklärte vaginale Blutungen, Verdacht auf Schwangerschaft.

Spirale (IUD)

Aus der früheren Vielzahl der Spiralen haben sich im Wesentlichen die aus Kunststoff gefertigten Spiralen, deren Längsschaft mit einem Kupferdraht umwickelt ist, durchgesetzt. Diese haben eine Liegedauer von drei bis fünf Jahren und zeichnen sich durch eine sehr hohe Sicherheit aus. Spiralen sind besonders für Frauen, die schon geboren haben als relativ problemloses und sicheres Verhütungsmittel geeignet, in Ausnahmefällen auch für Frauen, die noch nicht geboren haben. Als weitere Vorteile von Spiralen gelten: die Verhütungsmethode ist voll reversibel, kein Zusammenwirken (Interferenzen) mit den Hormonen, keine tägliche Einnahme oder Manipulation nötig, die Methode ist unabhängig vom Partner. Fehler sind naturgemäß durch die Anwender nicht möglich. Die Spirale hat aber auch einige Nebenwirkungen wie zum Beispiel Schmierblutungen, verstärkte Monatsblutung, manchmal können auch Schmerzen im Unterbauch oder beim Verkehr (Kohabitationsbeschwerden) auftreten. Sehr selten kommen Eierstockentzündungen vor. Ebenso kommt es gelegentlich zum Auftreten einer Kupferallergie, oder zu einem spontanen Ausstoßen der Spirale, sowie zum Auftreten einer Schwangerschaft in oder außerhalb der Gebärmutter bei liegender Spirale. Nach dem Einlegen einer Spirale sollte der Sitz immer mittels einer Ultraschalluntersuchung kontrolliert werden.

Sterilisation der Frau oder des Mannes

Die Sterilisation durch Unterbindung (Ligatur) der Eileiter bei der Frau oder Samenleiter beim Mann ist im Wesentlichen eine endgültige Methode der Kontrazeption, die nur in bestimmten Fällen mittels mikrochirurgischer Operationstechniken wieder rückgängig gemacht werden können. Sie haben durch die modernen sicheren Langzeitkontrazeptiva deutlich an Bedeutung verloren. Gesetzlich dürfen sie erst nach dem vollendeten 25. Lebensjahr und, wenn es den guten Sitten nicht widerspricht, durchgeführt werden.

Bei der Frau werden mittels Laparoskopie (Bauchspiegelung), entweder die Eileiter durchtrennt, oder mittel Elektrofasszange koaguliert oder unterbunden und anschließend durchtrennt. Eine andere nicht ganz so sichere Methode die Eileiter somit undurchgängig zu machen, ist das Setzen von Clips (z.B. Hulka-Clip). Für diese Eingriffe ist eine Vollnarkose nötig.

Beim Mann werden die Samenleiter im Hoden durchtrennt oder mittels speziellen Substanzen verschlossen, der Eingriff ist wesentlich einfacher und kann in Lokalanästhesie durchgeführt werden.

Mechanische oder chemische Barrieremethoden

Zu diesen gehört das Kondom, das Scheidendiaphragma. Zu den chemischen Barrieremethoden zählen die Schaumzäpfchen, Scheidencremen, Scheidentabletten und Schaumsprays, die alle die Beweglichkeit der Samenzellen hemmen und diese abtöten. Zum Teil werden diese in Kombination mit einem Scheidendiaphragma oder Lea angewandt. Moderne Kondome, oder Präservative sind ebenfalls mit samenabtötenden Substanzen beschichtet und schützen so auch in hohem Maße vor HIV-Infektionen (AIDS).

Natürliche Familienplanung (NFP)

Diese natürliche Methode, bezieht mehrere Kontrollparameter in die Beurteilung der empfängnisfreien Tage mit ein und erfordert eine entsprechende Ausbildung, sowie ein gewisses Maß an Disziplin für beide Partner. Bei dieser Methode kommt es zur Beurteilung des Zervikalschleims, der Festigkeit (Konsistenz) des Gebärmutterhalses, kombiniert eventuell mit der Temperaturmessung und Zyklusbeobachtung.

Notfallkontrazeption ("Pille danach")

Je früher nach ungeschütztem Verkehr oder nach Versagen eines anderen Verhütungsmittels die Einnahme der „Pille danach“ erfolgt, um so höher ist die Chance eine unerwünschte Schwangerschaft zu verhindern. Die „Pille danach“ muss spätestens innerhalb von 72 Stunden nach dem ungeschützten Verkehr eingenommen werden. Je früher die Einnahme erfolgt, desto höher ist die Wirksamkeit.

Das Präparat ist rezeptpflichtig. Durch dieses Präparat wird entweder bereits der Eisprung oder das Einnisten einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut verhindert und damit eine ungewollte Schwangerschaft.

Trotz der unbestreitbaren Vorteile, wie geringe Nebenwirkungen und leichte Verfügbarkeit, sollen diese Präparate nur für den Notfall und nicht als Verhütungsmittel verwendet werden, denn wenn man sie öfters hintereinander nimmt, können diese doch relativ hohen Hormongaben den ganzen Zyklus durcheinander bringen.